Hof-Podium: Subtiler Rassismus – Der Teufel steckt im Detail

Podiumsdiskussion, Performance, Ausstellung, Konzert - im Atrium open air (bei Regen in der Kirche) - Platzreservierung bitte an suedstadt.leben@koeln.de



Start einer Veranstaltungsreihe über Rassismus in Deutschland

Der Alltag bringt ans Licht, was wir uns oft nicht eingestehen wollen.
Halten wir uns nicht alle für weltoffen, tolerant, antirassistisch und frei von Vorurteilen gegenüber Menschen anderer Hautfarbe, Sprache, Geschlecht und Kultur? Der Alltag für eben diese Menschen sieht anders aus. Auch in Köln. Denn, obwohl wir uns so sehr bemühen, lassen uns über Generationen hinweg erlernte Denkschemata immer wieder in die Falle der Vorurteile und Ressentiments tappen.

Die Veranstaltung soll Antworten darauf geben, warum sich Menschen von fremdartigem Aussehen, Geschlecht oder anderer Hautfarbe durch unser Verhalten – ob unbewusst, nett gemeint oder aus Unkenntnis – verletzt, erniedrigt und abgewertet fühlen. Sie soll den Blick und unser Bewusstsein schärfen für das, was wir anderen Menschen oft antun, ohne es vielleicht zu wollen. Sie soll Hilfestellung dafür sein, im Alltag bewusster und kritischer mit dem uns alle innewohnenden, latenten Rassismus umzugehen.

Die öffentliche Diskussion um das Thema Rassismus hat bei vielen Menschen tiefe Verunsicherung und einen großen Informationsbedarf geweckt. Die Organisatoren haben Gäste eingeladen, die sich mit dem Thema intensiv beschäftigen. Sie zeigen Wege auf, wie ein zukünftiges Zusammenleben in unserer Gesellschaft gestaltet werden kann und stellen sich auch den Fragen des Publikums. Sie lehren uns Wissenswertes über uns selbst und geben uns Hintergrundinformationen, wie z. B. über die Folgen deutscher Kolonialherrschaft, die sich in Sprache, Gebräuchen, Literatur, Liedgut, Kunst und Werbung niedergeschlagen haben und bis in unsere heutige Zeit reichen. Nach der Podiumsdiskussion gibt es Konzert von Nina Ogot, Sängerin aus Kenia, und den Mampen (Infos unten).


Auf dem Podium
Dr. Onur Suzan Nobrega (Soziologin, Goethe Univ. Frankfurt) 
Lale Akgün (Autorin/Politikerin) 
Peter Pauls (Vorstand Kölner Presseclub / ehem. Chefred. KStA) 
Eli Abeke (Kölner Integrationsrat) 
Gianni Jovanovic (Colours of Change) 
Moderation: Oyindamola Alashe (Journalistin)


15:00 – Zitate gefunden und realisiert von Guenay Ulutuncok
15:15 – Podiumsdiskussion
17:00 – Konzert Nina Ogot (Kenia)
17:30 – Konzert Die Mampen
18:00 – Ende
 


Da wir nur eine begrenzte Platzkapazität haben, bitten wir um eine Reservierung vorab unter: suedstadt.leben@koeln.de

Eintritt frei
finanziert durch Spenden – wir bitten um Spenden auf unser
Spendenkonto: Südstadt-Leben e.V.
IBAN: DE66 3506 0190 1013 4760 60
Stichwort: Subtiler Rassismus
Bei Angabe der Adresse gibt es eine Spendenbescheinigung
(bei Spenden bis 200,- gilt als Nachweis auch der Kontoauszug)

Organisation: Sonja Grupe, Alida Pisu, Hans Mörtter, Richard Bargel, Hasan-Hüseyin Deveci, Jan Krauthäuser, Guenay Ulutuncok


Nina Ogot (Kenia)
Nina Ogot ist Sängerin, Songschreiberin und Gitarristin aus Nairobi. Längst gehört sie zu den großen Stars in Kenia. Ihr Stil ist eine spannenden Balance zwischen Tradition und Moderne. Bekannt ist sie auch als Schauspielerin, sowie als Moderatorin einer der populärsten Fernsehshows des Landes. Außerdem arbeitete sie für das Kulturprogramm des französischen Auslandsradios RFI.

Die Mampen

Die Mampen
“Am Anfang erklären die Mampen es schon: „Musik ist die schönste Sprache der Welt, die jeder sofort versteht. Deshalb sind Musiker auch in allen Teilen der Welt zu Hause und können ihre Geschichten erzählen: Von Transit, Flucht, Exil, genauso wie von den schönen Dingen des Lebens: Dem Ankommen, der Heimat, der Liebe.“ Diese könnte auch als Zusammenfassung der Musikrevue „Lieder und Geschichten im Transit“ der neuen Band „Die Mampen“ gelten.
Die Presse und das Premiere-Publikum (30.04.2019, Volksbühne am Rudolfplatz, Köln) sind sich darüber einig: Das zweistündige Programm ist durchweg unterhaltsam. „Ein temperamentvolles Debüt, das die Herzen des multikulturellen Publikums eroberte,“ schreibt die Kölnische Rundschau. Doch die Revue ist zugleich ein Crash-Kurs durch die Weltgeschichte des letzten Jahrhunderts – aus Sicht der Musik.” 

Nedim Hazar Gesang, Akkordeon, Gitarre
Alessandro Palmitessa Klarinette, Saxofone, Melodica, Gesang
Cosimo Erario Gitarre, Gesang
www.die-mampen.de

Guenay Ulutuncok /Photograph – Zitate
Der 1954 in Istanbul geborene, lebt seit 1974 in der Bundesrepublik Deutschland und wohnt heute in Köln. Als Fotojournalist und Mitgründer der Fotoagentur „laif“ machte er sich schon früh einen Namen. Er baute in den Jahren von 1979 bis 1994 eine umfangreiche Fotosammlung zur Dokumentation der Migrationsgeschichte auf. Seine Fotografien sind vielfach in den großen Printmedien veröffentlicht worden und gehören bereits zum „Bildgedächtnis“ der Bundesrepublik Deutschland.


Foto/Plakat: © Guenay Ulutuncok

Eventinfos

Datum: 06.09.2020
Beginn: 15:00 Uhr

Tickets

Bitte vorher anmelden - siehe blauen Kasten links: 0,00 €
Eintritt frei, Spenden gern gesehen: 0,00 €